Eine gute Übersicht über Grundsätzliches und Kontaktadressen in Deutschland bietet die Webseite www.helpwithclicks.de/selberaktiv/helfer/index.html von Dirk Holzapfel. Hier kurz das Wichtigste:
Voraussetzungen: Die Tätigkeit als EntwicklungshelferIn erfordert persönlichen Einsatz und Idealismus. Neben landesüblicher Unterbringung und einer bescheidenen Vergütung gibt es Risiken für die eigene Gesundheit und Sicherheit. Wer sich für Entwicklungseinsätze interessiert, sollte sich über die wirklich harten Arbeitsumstände eines Einsatzes im Klaren sein. Für viele Beteiligte ist ein Entwicklungshilfe-Einsatz aber auch eine Chance, den eigenen Horizont zu erweitern.
Persönliche Anforderungen sind Einfühlungsvermögen, Toleranz, Flexibilität, Beständigkeit, Kontaktfreudigkeit, pädagogisches Geschick und eine realistische Einschätzung der eigenen Fähigkeiten.
Mindestens eine Fremdsprache ist obligatorisch, einige Organisationen verlangen zusätzlich sehr gute Kenntnisse in einer zweiten Fremdsprache, vor allem Englisch, Französisch oder Spanisch.
Die meisten Organisationen verlangen eine abgeschlossene Berufsausbildung mit mehrjähriger Berufserfahrung. Nicht alle Berufe sind für den Einsatz in der Entwicklungshilfe von Vorteil, der größte Bedarf besteht in den Berufsgruppen: Handwerk und Technik, Gesundheitswesen, Bau und Siedlungswesen, Land und Forstwirtschaft, Allgemeines Bildungswesen, und im pädagogischen Bereich.
Auch hochqualifizierte und spezialisierte Fachkräfte können als EntwicklungshelferIn tätig werden, aber der Bedarf ist gering. Fachkräfte aus überwiegend kommunikationsorientierten Berufen (Psychologie, Logopädie, Elementarpädagogik usw.) oder mit geistes-, kulturwissenschaftlichen Qualifikationen werden selten gesucht.
Junge Menschen ohne Berufsausbildung oder Erfahrung können als Freiwillige in Friedensdiensten, eventuell auch als Ersatz für Wehr- und Zivildienst, tätig werden.
Vorbereitung: Alle Organisationen bieten eine gute Vorbereitung. Schwerpunkte sind die Vermittlung von Sprach- und Landeskenntnissen, interkulturellen Fähigkeiten und politischen Hintergründen. Seminare und Fachpraktika von zurückgekehrten EntwicklungshelferInnen bereiten auf besondere Arbeitsanforderungen vor und ermöglichen einen direkten Erfahrungsaustausch.
Die Dauer des eigentlichen Einsatzes hängt von der Organisation und der spezifischen Verwendung ab. In der Regel dauern die Einsätze wegen der intensiven Vorbereitung mindestens 6 Monate bis maximal 2 Jahre.
Organisationen:
Deutscher Entwicklungsdienst DED, staatlich autorisierte gemeinnützige Gesellschaft, Entwicklungsdienst der Bundesrepublik Deutschland. In Österreich gibt es keine offizielle Kontaktstelle des DED. Interessierte aus Österreich können sich direkt beim DED in Bonn informieren und bewerben. www.ded.de
Arbeitskreis Lernen und Helfen in Übersee, Dachorganisation mit DED, Weltfriedensdienst e.V., Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe e.V. , Dienste in Übersee e.V., Christlicher Friedendienst e.V., Christliche Fachkräfte International e.V. Der Arbeitskreis berät zukünftige Entwicklungshelfer und vermittelt diese in Projekte der Partnerorganisationen. www.entwicklungsdienst.de
Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ): vermittelt hauptsächlich hochqualifizierte Fachkräfte als Berater und Gutachter. www.gtz.de
Internationale Begegnung in Gemeinschaftsdiensten e.V.: Vermittelt Plätze in internationalen Workcamps. Dort arbeitet man zusammen mit anderen jungen Leuten sämtlicher Nationen und Kulturen an gemeinnützigen Projekten. www.workcamps.com
Weitere Infoquellen:
Auslandsportal Entwicklungshilfe www.engh.ch/Auslandsportal/info6.html
UNICEF www.unicef.de/men/men_1112.html
Österreichische Einrichtungen: Österreichische Forschungsstiftung für Entwicklungshilfe (ÖFSE): http://www.oefse.at/
Gesellschaft für Kommunikation und Entwicklung (KommEnt): http://www.komment.sbg.ac.at/
Oneworld Österreich: http://www.oneworld.at/start.htm
Österreichische Entwicklungszusammenarbeit: http://www.eza.at/
Österreichisches Nord-Süd-Institut für Entwicklungszusammenarbeit: http://www.nordsued.at/showdata.asp
AGENDA21: http://www.agenda21.or.at/info.htm
Projekt - Institut für Internationale Entwicklung: http://www.univie.ac.at/int-entwicklung/index.html
Wiener Institut für Entwicklungsfragen und Zusammenarbeit (VIDC) http://www.vidc.org/vidc/index.htm
Care Österreich: http://www.care.at/
Arbeitsgemeinschaft Entwicklungszusammenarbeit (AGEZ): http://www.oneworld.at/Agez/default.htm
Österreichischer Entwicklungsdienst (ÖED): http://www.oedwien.org/index.html
Ärzte Ohne Grenzen: http://www.aerzte-ohne-grenzen.at
Einsätze in anderen europäischen Ländern:
Europäischer Freiwilligendienst für Jugendliche zwischen 18 und 25:
www.youthexchange.at http://europa.eu.int/comm/education/youth.html
- Langzeitprojekte (6-12 Monate)
- Kurzzeitprojekte (3 Wochen bis 3 Monate)
- Freiwilligendienst in Mittel- und Osteuropa, Mittelmeerraum, Lateinamerika, Afrika usw.
Kontaktadresse: Europäisches Freiwilliges Jahr, Verein Internationale Jugendarbeit, Patrick Hartwig, Franz-Josef-Kai 51, A-1010 Wien, ( 01 53475316, e-mail: patrick.hartwig@bmu.gv.at
Interkulturelles Zentrum, Helmut Fennes/Peter Hofmann, Kettenbrückengasse 23,
A-1050 Wien, ( 01 586754420, e-mail: Interkultzent@blackbox.at
Nationale Agenturen: http://www.sosforevs.org/OFFICES.htm
- Deutschland, Deutsches Büro "Jugend für Europa", Hans-georg Wicke, Ulrich Beckers, Hochkreuzallee 20,
D - 53175 Bonn, ( 0049 228 9506220, Web site: http://www.ijab.de, e-mail: evs@ijab.de
- Frankreich, INJEP, Catherine Leseve-Nicolle, Parc du Val Flory, 9-11 rue Paul Leplat,
F - 78160 Marly-le-Roi, ( 003531 8731411, Web site: www.injep.fr, e-mail: sve@injep.fr
- Großbritannien, Youth Exchange Centre, Ian Pawlby, Dorothy Saunders, The British Council, 10 Spring Gardens,
UK - London SWIA 2BN, ( 0044171 3894030, Web site: www.britishcouncil.org/education/connectyouth/evs.htm, e-mail: dorothysaunders@britcoun.org
- Griechenland, General secretariat for Youth, Mr. Sfikakis, Mrs. Papakonstantinou, 417 Acharnon Street,
GR - Athens 11143, ( 00301 2532259, 2531349, e-mail: evsggng@otenet.gr
- Italien, Presidenza del Consiglio dei Ministri Dipartimento degli Affari Sociali, Lea Battistoni, Via Veneto 56,
I-00187 Roma, ( 003906 48161554, Web site: http://www.ctr.it/evs/, e-mail: ufficiolll@affarisociali.it;
Lunaria, Sergio Andreis, Luisa Pagano, Via Salaria 89,
I-00198 Roma, ( 003906 85300463, e-mail: E.V.S.Lunaria@agora.stm.it
- Schweden, Paulos Berglöf, The National Board for Youth Affairs, EVS, PO Box 17 801
S - 118 94 Stockholm, ( +46 8 462 53 68, e-mail evs@ungdomsstyrelsen.se or paulos.berglof@ungdomsstyrelsen.se
- Spanien, Instituto del la Juventud, Paloma Iznaola, C/ Ortega y Gasset, 71,
E-28006 Madrid, ( 003491 3477665, Web site: www.mtas.es/injuve, e-mail: sve@mtas.es
Studium Internationale Entwicklung an der Uni Wien kann man auf 3 verschiedene Arten studieren:
- als Individuelles Diplomstudium "Internationale Entwicklung",
- als Wahlfachmodul zu 12, 24, 36 oder 48 SSt., oder - als Wahlfach "Internationale Entwicklung" im Rahmen einer Fächerkombination.
Webseite der Uni Wien mit Links zu Studienplänen, Vorlesungsverzeichnis, Terminen u.a. www.univie.ac.at/int-entwicklung
Infoseite der ÖH: www.fvhus.at/view.php?name=internationaleentwicklung