flucht

 

 von Andreas Kossert
 
Ob sie aus Syrien, Ostpreußen oder Indien flohen: Flüchtlinge sind Akteure der Weltgeschichte. Andreas Kossert gibt ihnen mit diesem Buch eine Stimme. Anhand bewegender Einzelschicksale und im großen geschichtlichen Zusammenhang zeigt er die existenziellen Erfahrungen, die mit Flucht und Vertreibung einhergehen - von der Entwurzelung durch den Verlust der alten Heimat bis zu den Anfeindungen, denen Flüchtlinge in den Ankunftsländern oftmals ausgesetzt sind.
 
Andreas Kossert schreibt: "Am Umgang mit Flüchtlingen lässt sich ablesen, welche Welt wir anstreben. Tag für Tag offenbaren sie, wie es wirklich um unseren Planeten bestellt ist. Wieviel Ablehnung Flüchtlinge erfahren, lässt Rückschlüsse zu auf die tiefsitzende Angst der Aufnehmenden, selbst einmal entwurzelt zu werden. […] Flüchtlinge und das was sie erleiden, führt uns vor Augen, wie zerbrechlich unsere scheinbar so sichere Existenz ist. Sie verschieben die Sicht auf die Welt, weil sich mit jeder Flüchtlingsgeschichte und jedem einzelnen Flüchtling die Frage stellt, wie fest wir wurzeln."

Persönlicher Eindruck: Andreas Kossert rückt jene Menschen in den Mittelpunkt des Buches, deren Schicksal in Kriegen und politischen Entscheidungen oftmals als "Kollateralschaden" hingenommen worden ist. Er beschreibt die erschütternden Ausmaße von Vertreibung und Flucht vor allem im 19. und 20. Jahrhundert mit dem Aufkommen der Idee der Nationalstaaten. Dabei verflechtet er die historischen Geschehnisse mit den Erlebnissen einzelner Menschen, macht Geschichte dadurch greifbar, berührend und persönlich. Der Autor macht verständlich, dass viele gegenwärtige Konflikte ihren Ausgang in politische Entscheidungen zur Schaffung von Nationalstaaten und ethnischen Trennungen der Vergangenheit haben. 

Wem empfehle ich das Buch: All jenen, die sich für eine menschliche Sicht auf große politische Entscheidungen interessieren.

Erschienen im Siedler Verlag, 2020, Umfang 431 Seiten

 

 

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